beziehungsweise – weiterdenken

Forum für Philosophie und Politik

Neueste Kommentare

  • Elfriede Harth sagt:

    Ich schließe mich Adelheids Kommentar an. Wäre gerne zum Treffen der Frauensynode Reloaded gegangen.... zumal ich damals, besonders in der 2. Europäischen Frauensynode in Barcelona (2004) voll involviert war... Wie schön, wenigstens über Dein Referat, liebe Ina, ein bisschen was davon mitzubekommen.

    Artikel: Von der Weiberwirtschaft zur Care-zentrierten Ökonomie

  • Adelheid Ohlig sagt:

    Grossartig, vielen Dank für Anregungen und Nachdenkenswertes. Weiter so!

    Artikel: Von der Weiberwirtschaft zur Care-zentrierten Ökonomie

  • Simone Curau-Aepli sagt:

    Liebe Antje Auch wenn ich deiner These im Grundsatz zustimme, dass die Begriffe weiblich und männlich schwammig sind, halte ich an dieser Differenz fest. Weibliche und männliche Eigenschaften zu definieren hilft mir, diese allen Menschen, unabhängig ihres biologischen Geschlechts zuzuordnen. Die weiblichen Stärken werden den männlichen immer noch untergeordnet. Das ist der grosse Mangel in der Führung von Staaten, Wirtschaft, Gesellschaft und Kirchen.

    Artikel: Die sexuelle Differenz wieder politisch fruchtbar machen

  • Irmgard sagt:

    Liebe Antje, jedes Mal lese ich Deine Gedanken - egal wo sie gerade erscheiden - mit großem Genuss und starkem Interesse. Jedes Mal werden dadurch Themen für mich klarer. Und auch Dein Stil gefällt mir gut. Danke! Herzlichen Gruß aus Bad Boll, Irmgard

    Artikel: Die sexuelle Differenz wieder politisch fruchtbar machen

  • Bock sagt:

    Mich hat der Gedanke berührt, dass Trost oft aus den unscheinbarsten Dingen kommt. Nicht aus einer philosophischen Erkenntnis. Nicht aus einem Drei-Gänge-Menü. Sondern aus einer Konservendose, die geduldig 22 Tage lang in einer Schublade hin- und hergerollt ist und ihren großen Auftritt abwartete. Das ist überhaupt eine bemerkenswerte Eigenschaft von Konservendosen. Sie drängen sich nie auf. Sie führen kein glamouröses Leben. Niemand fotografiert sie für Insta. Aber wenn das Leben plötzlich aus den Fugen gerät, stehen sie mit stoischer Gelassenheit bereit und sagen gewissermaßen: „Ich habe Zeit.“

    Artikel: Vom Da-sein, wenn nichts mehr da ist

  • Eric Manneschmidt sagt:

    Verzeihung, hier noch ein Nachtrag: Mit genau dem Ziel "Otium für's Volk" haben wir am 1.5.26 folgenden Offenen Brief verfasst: https://bge-rheinmain.org/offener-brief-an-das-bundnis-fur-einen-starken-und-zukunftssicheren-sozialstaat

    Artikel: Otium fürs Volk!

  • Antje Schrupp sagt:

    Hallo Elena, ich glaube, du beschreibst es gut. Ich bin auch der Meinung, dass Newsletter ein gutes Ding sind, weil die Gruppe auch fokussierter ist, man hat ihn ja aktiv abonniert. Die Veränderungen im Netzfeminismus beobachte ich genau wie du, darüber habe ich gestern in meinem Newsletter geschrieben: https://steady.page/de/antjeschrupp/posts

    Artikel: Feminismus ist mehr als der Kampf gegen Gewalt an Frauen

  • Elena Luz sagt:

    Liebe Antje, vielen Dank für Deinen Text. Ich habe nachgedacht, woran es liegen könnte, dass feministische Debatten sich so oft um sexualisierte Gewalt drehen: Ich glaube zum einen, dass sexualisierte Gewalt gerade in unterschiedlichen Kontexten aufgearbeitet und besser verstanden wird. So geht es zumindest mir selbst, ich bin auf viel mehr Texte, Filme und Podcasts gestoßen, die mich sehr beeindruckt haben. Zum Beispiel auf einen ganz tollen Text von Rava Katz hier im Blog. Auf Matthias Katsch und die Arbeit des Eckigen Tischs. Auf den Podcast Ein bis zwei. Auf Filme wie Spotlight oder Morgen ist auch noch ein Tag. Und auch das Buch von Gisèle Pelicot gehört dazu. Ich habe plötzlich einen für mich guten Zugang zu diesem Thema gefunden. Zum anderen ist das Thema vielleicht auch in der momentanen polarisierten Stimmung ein klares Argument pro Feminismus. "Sexualisierte Gewalt richtet sich häufig gegen Frauen und ist schlimm." Das kann man im Fall Pelicot nicht bestreiten oder relativieren. Es ist ein eindeutiger, krasser Fall. Wie man den Fokus ändern könnte - ich weiß es nicht. Ich glaube nur, dass es andere, vielleicht auch neue alte Räume für inspirierenden feministischen Diskurs braucht. Meine "feministische Sozialisation" hat fast ausschließlich über Social Media stattgefunden, erst über YouTube-Videos von Antia Sarkeesian oder Franchesca Ramsey, tumblr-Blogs und später dann über Twitter und Instagram. Ich halte mich an diesen Orten im Netz nicht mehr auf, weil es sie nicht mehr gibt oder weil sie sich verändert haben. Ich bin jetzt bei Bluesky und Mastodon, habe die beiden Apps aber gar nicht mehr auf meinem neuen Handy installiert, weil die Posts der Menschen, die mich früher sehr bewegt haben, oft so einen Freund-Feind-Dualismus an sich haben. Ich abonniere inzwischen Newsletter und habe einen Feed für interessante Blogs, dort finde ich viel mehr interessante und konstruktive Ideen. Das sind aber natürlich kleinere Öffentlichkeiten und teilweise auch Nischen - und es führt dazu, dass ich mich selten über das Gelesene mit anderen austauschen kann. Als ich noch Social Media genutzt habe, kam es viel öfter vor, dass es mit Freundinnen oder im Büro zu Gesprächen kam im Sinne von "Hast du auch mitbekommen...?" Das ist für mich ein Nachteil an diesen Formaten.

    Artikel: Feminismus ist mehr als der Kampf gegen Gewalt an Frauen

  • Gesa Ebert sagt:

    Liebe Annette Meinecke, ich kenne das sehr gut, ja, mit Dosen-Leberwurst! Etwas Meerrettich gebe ich drauf, ist bei mir immer da, im Glas. Es macht sehr zufrieden. - Danke für diesen schönen Bericht, trotz aller Tragik. Gesa Ebert

    Artikel: Vom Da-sein, wenn nichts mehr da ist

  • Kathleen Oehlke sagt:

    Liebe Antje, danke für die Erinnerung an "die Vision von Freiheit und gutem Leben für alle". Zu den Ursachen der vermeintlichen Unsichtbarkeit dieses Aspekts hab ich folgende Ideen: Könnte es sein, dass viele der Meinung sind bzw. waren, Frauen hätten doch im Grunde schon alles erreicht und es braucht Feminismus eigentlich gar nicht mehr? Und weil nun in der Berichterstattung über die schrecklichen Gewalttaten zunehmend die Geschlechterverhältnisse thematisiert werden, sieht es so aus, als wäre der Kampf gegen Gewalt halt das, wofür wir den Feminismus jetzt doch nochmal brauchen (etwas überspitzt formuliert). Und während ich das schreibe, drängt sich noch ein Gedanke auf: Für viele gibt es ja anscheinend sowieso nur einen Feminismus. Könnte es sein, dass dann "der Feminismus" in der breiten Wahrnehmung auch immer nur für eine Hauptaufgabe zuständig ist oder sein kann? Und noch was: Du schreibst "Aber irgendwie, so scheint mir, ist dieser Aspekt heute fast unsichtbar." War das früher mal anders? Bzw ist die absolute Menge an Beiträgen, Aktionen etc. mit Visionen fürs gute Leben für alle ungefähr gleich geblieben, wird aber durch die Debatten über Gewalt an Frauen mengenmäßig gerade überlagert? Meine Hoffnung ist ein bisschen, dass das gute Leben für alle schon noch thematisiert und bearbeitet wird (hier auf bzw wäre ja so ein Ort). Und für alle, die eigentlich dachten, sie haben mit Feminismus generell nichts am Hut, könnte der Kampf gegen Gewalt und Unterdrückung ja ein Einstieg für eine Beschäftigung damit sein.

    Artikel: Feminismus ist mehr als der Kampf gegen Gewalt an Frauen

  • Begine Uta-Maria Freckmann sagt:

    Gewalt gegen Frauen ist ein wichtiges Thema, das ist unbestritten, da muss etwas geschehen! Vor allem erregt es die Aufmerksamkeit eines breiten Publikums. Und doch beginnt alles bei einem selbst. Wenn man darüber sprechen würde, wie man Selbstreflexion übt und innere Wahrnehmungen so kommuniziert, dass man sich treu bleibt, wäre das viel weniger spektakulär. Obwohl das eigentlich der Schlüssel ist, um sich besser zu verständigen zwischen Mitmenschen. Emotionale Ruhe zu bewahren, könnte auch helfen. Am besten wäre es, schon im Schulfach "Empathie" zu vermitteln, wie das geht. Das sind Methoden, die nicht so einfach zu bewältigen sind, denn sie beginnen bei einem selbst und erfordern Aufmerksamkeit nach innen, sowie eine ständige Übung (lebenslang). Gewalttaten kann man verurteilen und sich echauffieren – und somit Verantwortung von sich weisen –, das ist wesentlich leichter. Viele Grüße Uta-Maria

    Artikel: Feminismus ist mehr als der Kampf gegen Gewalt an Frauen

  • Anne Newball Duke sagt:

    Als ich in den letzten Tagen an Luisa dachte und in ihren Büchern blätterte, war ich erstaunt darüber, WIEVIELE meiner jetzigen Denk- und Fühlrichtungen von ihr initiiert worden waren und mittlerweile in mein ganz gewöhnliches Denk- und Fühlrepertoire aufgenommen sind. Ich war auf der Suche nach einem ganz besonderen Zitat, und erkenne vielmehr, dass so viele ihrer Sätze all die kleinen Verschiebungen in meinem Denken ausgelöst haben. Denn ihre Gedanken sind tief gedacht, und gingen deswegen auch tief in mich ein, aber nicht von einem Moment auf den anderen, sondern in einem langsamen Prozess, in dem sich ihr Denken mit meinen Erfahrungen mischte, in mir resonierte und mir half, Selbstbewusstsein zu entwickeln, um von dieser interessanten Mixtur wiederum eigene Gedanken zu entwickeln. An meinen Seitenrandnotizen in den Büchern sehe ich, wo ich beim ersten Lesen stand. Es ist viel passiert seitdem. Ich ändere meine Taktik, um ein Zitat zu finden. Ich schließe das Buch „Vom Glück, eine Frau zu sein“, und schlage willkürlich eine Seite auf. Mein Blick fällt auf einen Abschnitt, den ich nicht angestrichen hatte damals, dessen Weisheit aber ebenfalls in mir tagtäglich arbeitet: „… mit einer Idee schwanger gehen, eine schwere Geburt, etwas zur Welt bringen usw. (…) Dabei geht es nicht um eine geordnete Reihe von Diskursen, die den gesamten Raum der Wirklichkeit einnehmen, sondern die Einzelnen helfen sich ganz offen auch mit Elementen, die dem diskursiven Denken fremd sind, wie die äußeren Umstände, die Präsenz der Körper, das nach außen drängende Begehren: Nur mit einem solchen Austausch, einem Mix aus Worten, Schweigen, Gesten und Empfindungen hätte es gelingen können, die Idee, die ich erahnt hatte, zur Welt zu bringen.“ (S. 27) Ich kenne die Gedanken bereits; heute resonieren sie besonders stark in mir. Denn ich fühle gerade: dasselbe gilt nicht nur für einen kurzen Moment, sondern auch auf lange Sicht gesehen. Ich habe Luisa nie persönlich kennengelernt, ich war nie in einem gemeinsamen physischen Raum mit ihr. Dieser entstehende Mix, von dem sie spricht, zwischen ihren Gedanken und meinen findet aber für mich, in meiner Körperin, unentwegt statt. Er ist so aktiv und lebendig wie eh und je. Wie schön, dass sie geboren ist. Ich hätte sie sonst sehr vermisst.

    Artikel: Für Luisa Muraro, verstorben am 13. Juni 2026

  • Eric Manneschmidt sagt:

    Zu Graeber und Bullshit Jobs gibt's hier ein ca. 6-minütiges, sehenswertes Video: https://www.youtube.com/watch?v=BEb4Bda_06c Was ich noch interessant finde, ist der Begriff "Schadarbeit" des deutschen Ökonomen und Architekten Günther Moewes (2025 verstorben). Während Graebers Bullshit Jobs auf die subjektive Bewertung durch die Inhaber der Jobs abstellt, ob dieser sinnvoll ist oder nicht, meint Moewes' Schadarbeit solche Tätigkeiten, die objektiv negative Effekte auf andere (Menschen, Umwelt etc.) haben. M.E. sind beide Ansätze im Prinzip sinnvoll, da es einerseits zwar fraglich ist, ob es überhaupt so etwas wie eine 100%ige Objektivität gibt, aber andererseits der Versuch sich auf dieser Weise einer allgemeinen "Wahrheit" anzunähern, doch immer wieder unternommen werden sollte. (Siehe auch hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Externer_Effekt) Drei von Moewes' Texten dazu: https://www.fr.de/wirtschaft/gastwirtschaft/viele-fragen-in-der-oekonomie-92698281.html https://bge-rheinmain.org/beschaftigungsstaat-oder-vermeidungsgesellschaft https://www.nomen-verlag.de/produkt/arbeit-ruiniert-die-welt/ Zwar hat Günther Moewes soweit ich weiss (wir haben ein paar Emails ausgetauscht) mit dem Begriff Care nichts am Hut gehabt und sich auch nicht mit der unbezahlten Arbeit beschäftigt. Aber seine sehr pointierten Beiträge über sinnlose oder schädliche Erwerbsarbeit passen sehr gut zu Care als Haltung, zumal die Fetischisierung der Erwerbsarbeit sich ja auch dadurch mit Care beisst, indem dadurch Zeit und Energie gebunden werden, die für Care - als Tätigkeit verstanden - natürlich am Ende fehlen.

    Artikel: Care - ein Kriterium nicht nur in der Krise

  • Eric Manneschmidt sagt:

    Danke für den superguten Text! Falls noch nicht bekannt, das hier finde ich in dem Zusammenhang auch interessant: Dr. Manuel Franzmann: Demokratisierung der Muße? Das bedingungslose Grundeinkommen aus bildungstheoretischer Sicht (zum Anschauen) https://www.youtube.com/watch?v=C1B3cfgQWGY (zum Lesen) https://macau.uni-kiel.de/receive/macau_mods_00000319

    Artikel: Otium fürs Volk!

  • Karin Hügel sagt:

    https://blog.degruyter.com/wherever-you-go-i-will-go-queer-readings-of-the-hebrew-bible/

    Artikel: Queere Auslegungen von Gesetzestexten der Hebräischen Bibel und der Halacha

  • Karin Hügel sagt:

    Hier ein Blogpost zu Studien zu queeren Lesarten der Hebräischen Bibel in De Gruyter Con versations auf Englisch: https://blog.degruyter.com/wherever-you-go-i-will-go-queer-readings-of-the-hebrew-bible/

    Artikel: Queere Auslegungen von Gesetzestexten der Hebräischen Bibel und der Halacha

  • Karin Hügel sagt:

    Hier ein Blogpost zu Studien zu queeren Lesarten der Hebräischen Bibel in De Gruyter Con versations auf Englisch!

    Artikel: Queere Auslegungen von Gesetzestexten der Hebräischen Bibel und der Halacha

  • Anne Newball Duke sagt:

    Also durchatmen und noch einmal (seufz) Liebe Dorothee, der Text ist an mir vorbeigegangen, deswegen habe ich mich nicht früher gemeldet! Ich finde so spannend, was du schreibst. Und ich glaube, ich finde jetzt nur eine Synthese von dem, was ich eben geschrieben habe (und wie du das auch kennst, leide ich und langweile ich mich ganz schrecklich, wenn ich nochmal dasselbe schreiben muss und zudem all die schönen spritzigen „Erst-Formulierungen“ von eben eh nicht mehr hinbekomme): Ich frage mich zum einen, ob diese Differenzierung der Gefühle, die sich im „liebes-nahen“ Bereich abspielen, notwendig sind für monogame Beziehungslandschaften, in der ja Crushs als potentiell bedrohlich angesehen werden. Und ich hatte das dann verneint, denn ich finde, dass die „Crush-Theorie“ Sprachefinden und Kommunikation ermöglicht von Gefühlen, die man vor der Partner*in verstecken musste, eben weil es oft schlechte Gefühle wie Eifersucht usw. geweckt hat. Und ich denke, dass eine solche Ausdifferenzierung und Sprachefinden nur gut sein kann, denn mehr Wissen und Sprache und Zulassen von Liebe und Freude verändern unsere Weltsicht ins Gute. Dann war der andere wichtige Punkt, dass ich NEUERDINGS auch öfter einen Crush auf Männer bekomme. Und wenn ich länger darüber nachdenke, dann sind es immer Männer, die auch ihre (weiblichen) Energien fließen lassen (also patriarchale Fühl- und Denkmuster hinter sich gelassen haben), die klug, feministisch, offen, neugierig sind, die zuhören und interessiert sind an dem, was andere sagen und es in ihr Denken integrieren, deren Denken unabgeschlossen und wertfrei ist und von innen heraus geschieht. Und ich schreibe „neuerdings“, weil ich diese Männer erst seit Kurzem „finde“, und zwar, seit ich mich mit spirituellen Philosophien und besonders mit der Astrologie beschäftige. Hier ist nichts geschlossen, und alles ist im Flow und in der Entwicklung und unklar, und Männer, die das aushalten können, die faszinieren mich. Es sind Männer mit emotionaler Reife und sehr oft mit kleinem Ego, aber großem Herzen und Seele und einem Drive und Wille zu Wissen von tief innen heraus; denen mittlerweile egal ist, was die Wissenschaftscommunity beispielsweise zu ihrem Forschungsinteresse sagt. Das finde ich sehr crushig ;). Mein neuester Crush ist der Philosoph, Psychologe und Astrologe Richard Tarnas. Ich lese seine Bücher und höre und schaue Podcasts mit ihm in ähnlicher Verzückung, wie ich z.B. Ekaterinas Tanzschule in „Let’s Dance“ zuschaue (siehe mein Crush-Text). Ich schreibe das, weil ich Parallelen sehe zu dem, was du schreibst, Dorothee, was das Geschlecht angeht, das auf uns jeweils erotische Anziehungskraft ausübt. Auch ich finde da also neue Sprache und neue Differenzierung. Und ich finde noch spannend, dass mich übrigens auch nur Frauen crushig interessieren, die diese Offenheit haben, die sich für fehlbar halten, die mutig und riskant und unabgeschlossen in ihrem Denken und Fühlen sind, die sich von ihrer Intuition leiten lassen (ob bewusst oder unbewusst, ist erstmal egal und wäre ja spannend herauszufinden), die irgendeine witchcraft haben und im besten Falle dazu stehen, ja, die allen Aspekten des Lebens – auch den profanen und alltäglichen – eben mit Freude, Neugierde und Staunen begegnen. Vielleicht ist mein „Crush-Muster“ also gar nicht entlang der Geschlechterlinie. Ich fände das ja noch viel interessanter. Mir kommen noch mehr, noch zu wenig elaborierte Gedanken jetzt in den Kopf… die Serie geht ja hoffentlich noch eine Weile, sodass sie sich die Gedanken noch weiterentwickeln können.  Danke, liebe Dorothee!!!

    Artikel: Ein Crush vor mehr als 50 Jahren und einer vor wenigen Wochen

  • Anne Newball Duke sagt:

    oh no, ich habe gerade einen ganz langen Kommentar verfasst, und er ist weg, jetzt muss ich mich erstmal fassen...

    Artikel: Ein Crush vor mehr als 50 Jahren und einer vor wenigen Wochen

  • Autorin Uta-Maria Freckmann sagt:

    Liebe Fidi Bogdahn, da mich mehrere Nachfragen erreicht haben, wegen der freien Spiritualität der Beginen, wurde das Video auf dem "Beginen heute-Kanal" noch einmal erneuert und die Hintergründe tiefgreifender erklärt. Das ist der Grund, warum der obige Link nicht mehr greift. Ich bitte dies zu entschuldigen. Dies ist der neue Link zum Video "Die freie Spiritualität der Beginen": https://youtu.be/w9Ij6JzltxE Viel Freude beim Anschauen Uta-Maria

    Artikel: Beginen – ein attraktiver Lebensentwurf

  • Gabriele Medam sagt:

    Ja, das kann ich mir wirklich gut vorstellen, wie enttäuschend so ein 'Kunstbesuch' ist, wenn man selbst als Frau (oder Mann) (oder Selbstdefiniertes Wesen) darin nicht vorkommt. Schade. Gerade Haare sind doch eine wesentliche Möglichkeit sich zu fühlen und zu gestalten. Und auch Macht auszuüben. Oder Lust zu schenken. Na ja, vielleicht lernen wir dazu.

    Artikel: "Let the sunshine in, let the sunshine in, the sunshine in"

  • Brigitte Leyh sagt:

    (Un)Liebe Courage-Frauen, Sie haben alle viel für uns Frauen getan und ich hoffe, Sie sind weiter überall da produktiv wo Sie jetzt sind. Ich hatte damals die Courage - toller Titel übrigens - abonniert und oft gestaunt über Probleme, die mir gar nicht bewusst gewesen waren, die ich aber voll bestätigen konnte. Und dazu habe ich heute noch das Bild des kleinen Baby-Mädchens, das mit Gewalt penetriert worden ist...

    Artikel: „Wir waren das Ende des Nebenwiderspruchs“ – fünfzig Jahre Courage

  • Zanne sagt:

    Vielen dank Antje, Auch eine andere wichtige Italienische Feministin ist gestorben. Anna Hilbe war: fondatrici nel 1977 di Librellula, la prima Libreria delle donne a Bologna. https://www.ilrestodelcarlino.it/bologna/cronaca/morta-anna-hilbe-fondo-librellula-16c9e0e5

    Artikel: Abschied von Lia Cigarini

  • Bari sagt:

    Danke für den Beitrag. Bei der Überschrift habe ich erst gedacht, das geht mich nichts an ( habe auch keine Kinder), aber ich finde die Bezeichnung auch für überholt. Da sich immer mehr abzeichnet, dass Frauenkörper nicht nur wegen der Fortpflanzung anders gesund und krank sind als Männer, wäre es schön, wenn eine Frauenklinik das berücksichtigen würde, und sich nicht nur auf die Fortpflanzung zu beschränken. Da ich chronisch krank bin, bin ich jedesmal verunsichert, ob das ärztliche Gegenüber im Blick hat, dass Frauen anders „funktionieren“ als Männer.

    Artikel: Frauenklinik

  • Dorothee Markert sagt:

    Danke, liebe Antje, dass du diesen Nachruf für uns geschrieben hast!

    Artikel: Abschied von Lia Cigarini

  • Margarete Monheim sagt:

    Vielen Dank für diese wundervolle Würdigung. Die Dame ist der Jahrgang meiner Großmutter, und obwohl nicht adelig und obwohl nicht so "erfolgreich" (sie hatte Pianistin werden wollen und durfte nicht), finde ich Züge von ihr wieder in dieser Beschreibung. Und welch blitzende Augen auf diesem Photo!! Schön, daran erinnert zu werden.

    Artikel: Ich hatte einen Crush... auf "Eine Dame"

  • Anne Newball Duke sagt:

    Liebe Jutta, was für eine wundervolle Hommage an eine Frau, ich bin sehr gerührt von dieser Würdigung einer einprägsamen Erinnerung und wie du diese beschreibst! Ich kann sie total nachempfinden. Ich finde sehr interessant, was du schreibst bezüglich der Privilegien. Ich bin da ganz deiner Meinung. Ich habe darüber auch oft nachgedacht in letzter Zeit und auch darüber geschrieben in meinem Substack-Text "Von Superwoman zu Witchyness". Ich habe da die sehr gegensätzlichen Schwestern- und Freundinnenpaare in den Disneyfilmen "Frozen" und "Wicked" angeschaut, und dabei ist mir aufgegangen, dass diese Paare nur im Zusammenschluss ihrer gegensätzlichen Seiten des symbolischen Weiblichen "das Ganze" im Blick und im Gefühl haben können. Dass es im Grunde nicht in erster Linie darum geht, das Augenmerk auf Privilegien oder Unterdrückung im System zu legen, um gesellschaftliche Veränderungen generieren zu können, sondern dass das In-Anspruch-Nehmen-Können oder Nicht-In-Anspruch-Nehmen-Können von gesellschaftlichen Privilegien für unterschiedliche Erfahrungen sorgt, und dass es um diesen Zusammenschluss von Erfahrungen geht. Und zwar zudem mit Fokus auf die vereinende Liebe zweier Frauen - also auf die Frauenpaare in den Disneyfilmen bezogen - und deren Aufeinander-Bezogensein in Differenz, nicht auf ein spalterisches Misstrauen und gegenseitiges Ausspielen in Hass, Neid und Eifersucht. (Hier ausführlicher nachzulesen: https://annenewballduke.substack.com/p/von-superwoman-zu-witchyness-part-2f0 Also ich meine: Klar muss ich mir meiner Privilegien bewusst sein, aber wenn ich das Gefühl habe, dass ich meine Erfahrungen verstecken muss, weil sie angeblich nicht wertvoll sind für das Nachdenken über das gute Leben für alle Würdeträger*innen, dann erschaffen wir plötzlich eine Welt ohne das Gefühl von Leichtigkeit und davon, dass Dinge, die für einige sehr schwer sind, für andere sehr einfach und selbstverständlich sein können. Das ist in allen Dingen des Lebens so, nicht nur, wenn wir den Fokus auf Privilegien richten. Wir gehen viel zu oft aus, dass die Dinge, dass das Leben schwer sein muss und "hart verdient" usw., damit es gut und richtig gelebt ist. Dass wir uns auf die schlechten und unangenehmen Seiten fokussieren müssen, diese in allen möglichen Formen ausleuchten müssen, damit wir wissen, wie wir ein gutes Leben leben können. Ich glaube das nicht. Alle Erfahrungen sind wichtig, und die Wiederentdeckung und Nichtunterschätzung der Leichtigkeit und der Freude sind gerade in diesen Zeiten absolut überlebensnotwendig. Vielleicht ist das eh so auch eine Idee dieser Crush-Reihe... dass wir uns auf die schönen, guten, singenden und klingenden Seiten in unseren Beziehungen besinnen statt auf die spaltenden, scham-, wut- und angstbesetzten usw. Ich meine, wie soll das überhaupt gehen? Aus Gefühlen der Spaltung, Scham, Wut und Angst heraus gute Gedanken über das Leben zu bekommen? Eigentlich sollten wir uns alle gegenseitig immer darin unterstützen, dass wir so oft wie möglich in unserer Freude stehen können, dass wir uns gegenseitig die Räume öffnen statt sie zu schließen (mit schlechter Laune, Voreingenommenheit, Projektionen, Schubladen, wenn wir Pessimismus über Weltlage auch auf unsere persönlichen Beziehungen ausweiten ("Wie kannst du gerade so gut drauf sein, wo doch das und das in der Welt passiert?!") usw.), damit wir jeweils tun können, was wir lieben.

    Artikel: Ich hatte einen Crush... auf "Eine Dame"

  • Autorin Uta-Maria Freckmann sagt:

    Liebe Fidi Bogdahn, genau, im Beginenhof Nordhastedt ist das so, denn Religion, oder eine religiöse Anbindung, ist keine Voraussetzung, um ein spirituelles Leben zu führen. Hierzu gibt es einen Vortrag von mir auf dem "Beginen heute" YouTube Kanal: https://youtu.be/pi1uHmxANI8 Es gibt da aber keine Vorgaben, denn in den Höfen gibt es vielfältige Lebensentwürfe. Man kann auch einer Religion angehören, wenn man das wünscht. Herzliche Grüße Uta-Maria

    Artikel: Beginen – ein attraktiver Lebensentwurf

  • Fidi Bogdahn sagt:

    kleine Nachfrage: " Der Beginenhof Nordhastedt hat einen sehr intensiven Gottesbezug, ist dabei jedoch frei-spirituell und nicht religiös“ - Ist unter ´Gottesbezug...nicht religiös´ gemeint, er ist bzw. ihr seid weder evangelisch noch katholisch...?

    Artikel: Beginen – ein attraktiver Lebensentwurf

  • Esther Gisler Fischer sagt:

    Und hier noch der Link auf meine Rezension in er Zetschrift 'Neue Wege - Religion, Sozialismus, Kritik': https://www.neuewege.ch/das-ganze-der-wirtschaft-den-blick-nehmen?search=Care

    Artikel: Das Innen und das Außen des Kapitalismus: strukturverwandte Ausbeutungsverhältnisse

  • Anne Newball Duke sagt:

    Achso, und das mit dem Buchcover von Luisa, das wusste ich natürlich! Deswegen habe ich das Bild auf dem Flohmarkt überhaupt gekauft. Bzw. ... ich stand vor dem Bild und dachte an Luisa und die Bauernhof-Frauen gleichzeitig. Siehst du, das hätte ich auch noch schon in den Text bauen können, weil das sind ambivalente Denk-Spagate, die ich wirklich wirklich liebe, die das Denken überhaupt in Gang setzen bei mir.

    Artikel: Ich habe einen Crush auf… eine Frau! (Langversion)

  • Anne Newball Duke sagt:

    Liebe Dorothee, ach, vielen Dank, so schön, dass dir die Idee gefällt! Ich bin immer so erleichtert, wenn bei irgendeiner irgendetwas zündet, weil es ist nicht einfach, alles, was man so im Kopf hat, in die Worte zu packen, damit es möglichst viele berührt. Vielleicht kannst du mir in einer ruhige Minute nochmal sagen, warum dir das Lesen meiner Texte schwerfällt. Ja... das Begehren betreffend hatte ich auch das Gefühl, einen "neuen" Zugang gefunden zu haben. Ich weiß auch nicht, ich orientiere mich momentan eher an der Freude, an den guten Gefühlen von Menschen, ich schaue momentan immer hin, wenn Menschen strahlen; auch allgemein. Ich denke, das ist meine Form von Überlebensmodus in diesen Zeiten. Ich denke aber auch, oder ich entdecke dabei, dass hier ungeahnte (Gedanken-)Möglichkeiten schlummern, die es eigentlich gerade in solchen Zeiten zu aktivieren gilt. Ich denke, wir unterschätzen, dass wir uns am meisten in und von dieser Welt fühlen, wenn wir in dem aufgehen, was wir lieben. Bei deinem Text damals... welcher war das, auf den ich mich bezogen habe.. ich schau gleich nochmal, da habe ich schonmal das Gefühl gehabt, dass viele Begriffe des Differenzfeminismus SOFORT in mir klangen und resonierten und Freude und Bejahung ausstrahlten; und zwar, bevor ich mich mit ihnen "theoretisch" befasst habe, was ja immer auch eine Einladung in die Praxis ist. Jedenfalls... empfand ich schon immer, dass viele Begriffe weiter zu ziehen sind, bzw. sie ziehen von sich aus viel weitere und tiefere Kreise als "nur" ... das ist jetzt schwer auszudrücken.... sie können nicht nur "wirken" innerhalb einer differenzfeministisch bewussten Frauengruppe. Das meine ich nicht despektierlich, für mich verändert es einfach den Denkrahmen. Es kann auch sein, dass ich das jetzt nur erst alles entdecke in einem sehr langsamen Prozess, und ihr das schon wisst, keine Ahnung. Jedenfalls... ich glaube, so gesehen... Differenzfeminismus ist keine Denknische, und auch nicht nur eine ernste philosophische Praxis zwischen Frauen oder so... sondern trägt Freude in sich, und allein deswegen existiert und gedeiht er überall um uns herum in "grober Form", in gewissem Sinne, wenn wir hinschauen. Also im Sinne von... wir müssen nicht den Differenzfeminismus zu den Leuten "außerhalb" tragen (das auch!! keine Frage!! es ist immer ein hin und her), aber wir können auch schauen, wo er sich alles "unbewusst" (iSv noch nicht ins Bewusstsein gehoben und von Worten entdeckt) schon befindet, wo wir ihn nicht vermutet haben. Keine Ahnung... da werde ich einfach immer weiter dran rumdenken und hinterherfühlen. Danke liebe Dorothee <3

    Artikel: Ich habe einen Crush auf… eine Frau! (Langversion)

  • Dorothee Markert sagt:

    Liebe Anne, normalerweise lese ich Texte zum Nachdenken lieber selbst, anstatt sie mir vorlesen zu lassen. Doch letzte Woche saß ich im Zug, hatte noch etwa 6 Std. Fahrt vor mir, und es war schrecklich voll, laut und unruhig. Da hab ich es sehr genossen, deine Stimme direkt in meine Ohren zu kriegen und konnte mich viel besser auf deine Gedanken einlassen als beim Lesen deiner Texte. Das war die erste beglückende Erfahrung. Und dann der Inhalt: Es begeistert mich, neue Unterscheidungen zu lernen. Das Wort "verknallen" mag ich zwar nicht, aber "einen crush haben auf" kannte ich nicht, das übernehme ich jetzt erstmal. Was euch Heteras sicher nicht so schwer fällt, war für mich bis jetzt die Unterscheidung in "mich in eine Frau verlieben" (und eine romantische Beziehung wollen) und das, was du mit dem crush beschreibst: Die Freude beim Zuschauen, wie eine andere Frau etwas tut, was sie liebt. Und das ist zudem ein ganz neuer Zugang zum Wahrnehmen und Wertschätzen des Begehrens. Einfach genial! Die restliche Fahrt über dachte ich über all meine bisherigen "Verliebtheiten" und Beziehungen nach und sah, wo mir diese Unterscheidung gefehlt hat, so dass ich meinte, eine Liebesbeziehung eingehen zu müssen, obwohl ich "nur" einen crush hatte, mich freute, der anderen zuzuschauen, während sie etwas tat, was sie liebte. Ja, und das konnte dann auch dazu führen, dass die Beziehung schief ging und ich die andere Frau oder/und mich unglücklich machte. Übrigens noch was: Das schöne Bild von Vermeer ist auf dem Cover von Luisa Muraros Buch "Vom Glück, eine Frau zu sein"!

    Artikel: Ich habe einen Crush auf… eine Frau! (Langversion)

  • Jutta Pivecka sagt:

    Liebe Anne, auch ich lerne das. Immer wieder. Es ist wirklich nicht einfach, zumal eine auch aufpassen muss, die eigenen Energien genau da einzusetzen, wo das eigene Begehren eine hinführt, statt unnütze und energiefressende Kämpfe zu führen oder Bündnisse aufrecht zu erhalten. Ich würde gerne noch mal weiterdenken über den Unterschied zwischen dieser Arbeit der Aufmerksamkeit und dem „modischen“ Schlagwort von der „Achtsamkeit“. Ich denke, der Unterschied liegt in der Bezogenheit auf die Welt, die anderen, statt auf sich selbst. Das ist auch wichtig mitzudenken. Und weiter…

    Artikel: Gespräch unter Frauen: Wie wir über die Differenz hinweg und durch sie hindurch die Freiheit am Horizont halten können

  • Anne Newball Duke sagt:

    Liebe Anne, der Name Anneke begegnet mir wirklich selten, und hier gleich als Vor- und als Nachname. Erst am Ende verstand ich meine Namensverwirrung :) Dankeschön für diese Buchvorstellung, klingt gut!! Liebe Grüße, Anne (und schon gibt es 4xAnne... hehehe...)

    Artikel: Sich wandernd die Welt aneignen

  • Anne Lehnert sagt:

    Vielen Dank für das Gespräch und die Gedanken zu Antjes Buch. Was ich inspirierend finde: wie wir individuell und gemeinsam unsere Freiheit verteidigen können oder auch müssen. Iris Murdoch und die "Arbeit der Aufmerksamkeit" kannte ich noch nicht und hab sie irgendwie im Buch auch überlesen. Den Gedanken, dass es eine persönliche Notwendigkeit gibt, sich für bestimmte Dinge einzusetzen, finde ich auch ganz zentral. Das lerne ich gerade: Dass dem eigenen Begehren zu folgen auch beinhaltet, etwas einzusetzen, sich anzustrengen. Dass das sich zwar stimmig und richtig anfühlt, aber nicht unbedingt einfach ist.

    Artikel: Gespräch unter Frauen: Wie wir über die Differenz hinweg und durch sie hindurch die Freiheit am Horizont halten können

  • Anne Newball Duke sagt:

    Liebe Kathleen, oh ja, das hoffe ich auch, dass sich ein paar inspiriert fühlen und aktiviert werden! Du vielleicht? ;)

    Artikel: Ich habe einen Crush auf… eine Frau! (Kurzversion)

  • Anne Newball Duke sagt:

    Uhhh yesss, mein absoluter Traum! ;) :) :) made my Day, thank you Vivi <3

    Artikel: Ich habe einen Crush auf… eine Frau! (Kurzversion)

  • Vivi sagt:

    Hach, wie passend, dass der Text von DIR ist! Seit ich zwei Folgen von “Aus der Zeit gefallen” gesehen habe, habe ich einen Crush auf Dich <3 Freue mich auch auf die Serie!

    Artikel: Ich habe einen Crush auf… eine Frau! (Kurzversion)

  • Kathleen sagt:

    Hach Anne, genau das! Noch mehr als das Was, ist es das Wie, das mir ein Grinsen ins Gesicht zaubert, wenn ich eine Frau für ihr Tun bewundere. Freue mich sehr auf die Serie.

    Artikel: Ich habe einen Crush auf… eine Frau! (Kurzversion)

  • Anne Newball Duke sagt:

    Toll, danke für den Einblick, liebe Jutta!

    Artikel: CLOSE ENOUGH – Neue Perspektiven von 13 Fotografinnen der Agentur Magnum 

  • Anne Lehnert sagt:

    Marlies Krämer ist Anfang Februar gestorben. Der Film lässt sich hier streamen: https://www.conflow.org/diekundin

    Artikel: Die Kundin: Dokumentarfilm über das Leben und Wirken von Marlies Krämer

  • ClaudiaBerlin sagt:

    Vorab: Ruft man diese Seite auf, erscheint ein Warnhinweis und man muss zunächst das "Risiko" per Klick akzeptieren, um weiter zu kommen. Vermutlich ist das Zertifikat abgelaufen! Zum Thema: "Jogginghose im Supermarkt" würde ich jetzt nicht als Verfall der Privatsphäre labeln. Es ist eher Ergebnis der 68-er-Kulturrevolution, dass Kleiderordnungen hinterfragt und nicht mehr überall und immer akzeptiert wurden. Die FREIHEIT, selbst zu bestimmen, wie man sich kleidet, ist ja durchaus eine Errungenschaft - finde eher schlimm, dass im allgemeinen Rollback so vieles wieder verschwunden ist, z.B. lange Haare bei Männern und "Casual" Klamotten statt Anzug und Krawatte. An manchen Stellen vermisst man aber die einstigen "Sekundärtugenden" schon!

    Artikel: Das Private ist jetzt öffentlich, total! Und nun? 

  • Jutta Pivecka sagt:

    Ich glaube, es stimmt, dass diese Beobachtungen mit der Care-Krise zusammenhängen. Aber auch diese ist ja mit der Dichotomie von öffentlich/privat verbunden. Genauso wie der „Prozess der Zivilisation“, den Norbert Elias beschreibt, und in anderen Worten Freud als „Zwang zum Selbstzwang“ in der bürgerlichen Gesellschaft. Es wurde eben kaum mitgedacht, wie eng jene Prozesse mit dem Geschlechterverhältnis und einer bestimmten Rollenverteilung verknüpft sind. Was nun, frage ich mich (und uns)? Wir können keine Restauration wollen (und sie ist ja auch ökonomisch gar nicht möglich), aber dennoch beobachten, wie der Verlust des Bewusstseins für die Unterscheidung zwischen öffentlich und privat Begegnungen im öffentlichen Raum anstrengender und unangenehmer macht.

    Artikel: Das Private ist jetzt öffentlich, total! Und nun? 

  • An sagt:

    Ich meine, das Private ist weiterhin politisch und es bleibt weiterhin aktuell, elitäre Räume, die nicht zur Teilhabe für alle gleichermaßen offenstehen zu problematisieren und berechtigte Geheimhaltungsinteressen von Ausschlusseffekten abzugrenzen. Deine Beobachtungen würde ich eher im Rahmen der Carekrise verorten und als Verwahrlosungserscheinungen bezeichnen, die sich unabhängig vom öffentlichen oder privaten Raum ereignen. Verwahrlosung beinhaltet hier auch Nichtwissen und Vereinsamung/Vereinzelung beim sozialen Verhalten privat und öffentlich, beim "Haushalten" und auch betreffend das Abstumpfen gegenüber Verrohungen und Gewalt. Trotz Wohlstand in einer Bedarfsweckungsgesellschaft sind wir insoweit auf neue Art verarmt. Und das ist kein Probelm von jung, alt, Boomer oder Jugend. Und es heißt auch nicht, dass ich früher alles besser fand. :-)

    Artikel: Das Private ist jetzt öffentlich, total! Und nun? 

  • Juliane Brumberg sagt:

    Dein kleiner historischer Rückblick gefällt mir, liebe Jutta, und auch die Anregung zum weiterdenken, mit der Dein Blitzlicht endet!

    Artikel: Das Private ist jetzt öffentlich, total! Und nun? 

  • Gesa Ebert sagt:

    Liebe Dorothee, erst jetzt habe ich diesen Text gelesen, ich finde Deine Erfahrungen hochinteressant. Es bestätigt mich in meiner "Befürchtung", dass ich das Problem "Rücksichtslose auf dem Fahrrad" z. B. bei B90/Die Grünen gar nicht erst thematisieren sollte. Ich habe neulich erst erleben müssen, wie die beim Thema Rente für ältere Mütter über mich hergefallen sind. Es streßt mich. - Wahrscheinlich werde ich die Partei verlassen. Ich bin in den letzten Jahren mehrere Male von sehr schnell Radfahrenden gestreift worden. Es ist jedesmal ein Schock! Der letzte ist noch nicht lange her, in der Innenstadt, beruhigte Zone, Fahrräder nicht erlaubt: eine junge Frau auf einem E-Bike! Die anderen Male auch dort und auf Gehsteigen bzw. kombiniertem Fuß-/Radweg, bergab, große Geschwindigkeit. Danke, dass Du diese Glorifizierung des Radverkehrs angesprochen hast - und überhaupt das Thema Ideologien.

    Artikel: Ideologie erkennen

  • Juliane Brumberg sagt:

    Da hat Antje mit ihrem Streiflicht ja eine feine Diskussion in Gang gesetzt, an der ich mich nun auch beteilige. Früher habe ich gern und viele Romane gelesen, aber in letzter Zeit langweilen mich die vielen preisgekrönten Romane zunehmend, egal, ob von den etablierten Herrschaften des Literaturbetriebs oder schreibtalentierten Newcomerinnen. Vor Jahren sagte mir eine ältere Freundin (deren damaliges Alter ich inzwischen erreicht habe), sie läse keine Romane mehr, sondern nur noch Biografien. Das konnte ich damals nicht verstehen, inzwischen geht es mir ähnlich. Das "echte" Leben ist so eindrucksvoll und vielseitig, was brauche ich da diese ganzen ausgedachten Geschichten? Antjes neues Buch über die drei amerikanischen Anarchistinnen zum Beispiel ziehe ich den Phantasieschicksalen in einem Roman unbedingt vor. - Aber Ausnahmen gibt es natürlich auch: Meine Buchtipps wären "Lichtungen" von Iris Wolf (es spielt in Rumänien, ein Land, von dem ich vor meiner ersten Reise dorthin gar nicht wusste, dass es so schön ist) und "Vom Aufstehen" von Helga Schubert, das aber eher in Richtung Biografie geht.

    Artikel: Qual der Wahl

  • Juliane Brumberg sagt:

    Jetzt endlich habe ich Antjes Buch gelesen - und nebenbei ganz viel gelernt über spannende Details der US-amerikanischen Geschichte. Annes weiterdenkender Rezension ist nicht viel hinzuzufügen. Es ist einfach ein gelungenes Sachbuch, das sich sehr vergnüglich liest.

    Artikel: Aus der konkreten Erfahrung in die politische Stärke: Antje Schrupps neues Buch „Unter allen Umständen frei“

  • Jutta Pivecka sagt:

    Liebe Brigitte, das wäre doch mal eine Idee. Eine Art Buchclub auf bzw. Eine schlägt ein Buch vor und schreibt einen kurzen Teaser und dann tauschen wir uns ein oder zwei Monate lang über dieses Buch in den Kommentaren aus. Ich fände das toll. Ob sich wohl genug Leserinnen finden würden, damit das funktioniert?

    Artikel: Qual der Wahl

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