beziehungsweise – weiterdenken

Forum für Philosophie und Politik

Neueste Kommentare

  • Fidi Bogdahn sagt:

    kleine Nachfrage: " Der Beginenhof Nordhastedt hat einen sehr intensiven Gottesbezug, ist dabei jedoch frei-spirituell und nicht religiös“ - Ist unter ´Gottesbezug...nicht religiös´ gemeint, er ist bzw. ihr seid weder evangelisch noch katholisch...?

    Artikel: Beginen – ein attraktiver Lebensentwurf

  • Esther Gisler Fischer sagt:

    Und hier noch der Link auf meine Rezension in er Zetschrift 'Neue Wege - Religion, Sozialismus, Kritik': https://www.neuewege.ch/das-ganze-der-wirtschaft-den-blick-nehmen?search=Care

    Artikel: Das Innen und das Außen des Kapitalismus: strukturverwandte Ausbeutungsverhältnisse

  • Anne Newball Duke sagt:

    Achso, und das mit dem Buchcover von Luisa, das wusste ich natürlich! Deswegen habe ich das Bild auf dem Flohmarkt überhaupt gekauft. Bzw. ... ich stand vor dem Bild und dachte an Luisa und die Bauernhof-Frauen gleichzeitig. Siehst du, das hätte ich auch noch schon in den Text bauen können, weil das sind ambivalente Denk-Spagate, die ich wirklich wirklich liebe, die das Denken überhaupt in Gang setzen bei mir.

    Artikel: Ich habe einen Crush auf… eine Frau!

  • Anne Newball Duke sagt:

    Liebe Dorothee, ach, vielen Dank, so schön, dass dir die Idee gefällt! Ich bin immer so erleichtert, wenn bei irgendeiner irgendetwas zündet, weil es ist nicht einfach, alles, was man so im Kopf hat, in die Worte zu packen, damit es möglichst viele berührt. Vielleicht kannst du mir in einer ruhige Minute nochmal sagen, warum dir das Lesen meiner Texte schwerfällt. Ja... das Begehren betreffend hatte ich auch das Gefühl, einen "neuen" Zugang gefunden zu haben. Ich weiß auch nicht, ich orientiere mich momentan eher an der Freude, an den guten Gefühlen von Menschen, ich schaue momentan immer hin, wenn Menschen strahlen; auch allgemein. Ich denke, das ist meine Form von Überlebensmodus in diesen Zeiten. Ich denke aber auch, oder ich entdecke dabei, dass hier ungeahnte (Gedanken-)Möglichkeiten schlummern, die es eigentlich gerade in solchen Zeiten zu aktivieren gilt. Ich denke, wir unterschätzen, dass wir uns am meisten in und von dieser Welt fühlen, wenn wir in dem aufgehen, was wir lieben. Bei deinem Text damals... welcher war das, auf den ich mich bezogen habe.. ich schau gleich nochmal, da habe ich schonmal das Gefühl gehabt, dass viele Begriffe des Differenzfeminismus SOFORT in mir klangen und resonierten und Freude und Bejahung ausstrahlten; und zwar, bevor ich mich mit ihnen "theoretisch" befasst habe, was ja immer auch eine Einladung in die Praxis ist. Jedenfalls... empfand ich schon immer, dass viele Begriffe weiter zu ziehen sind, bzw. sie ziehen von sich aus viel weitere und tiefere Kreise als "nur" ... das ist jetzt schwer auszudrücken.... sie können nicht nur "wirken" innerhalb einer differenzfeministisch bewussten Frauengruppe. Das meine ich nicht despektierlich, für mich verändert es einfach den Denkrahmen. Es kann auch sein, dass ich das jetzt nur erst alles entdecke in einem sehr langsamen Prozess, und ihr das schon wisst, keine Ahnung. Jedenfalls... ich glaube, so gesehen... Differenzfeminismus ist keine Denknische, und auch nicht nur eine ernste philosophische Praxis zwischen Frauen oder so... sondern trägt Freude in sich, und allein deswegen existiert und gedeiht er überall um uns herum in "grober Form", in gewissem Sinne, wenn wir hinschauen. Also im Sinne von... wir müssen nicht den Differenzfeminismus zu den Leuten "außerhalb" tragen (das auch!! keine Frage!! es ist immer ein hin und her), aber wir können auch schauen, wo er sich alles "unbewusst" (iSv noch nicht ins Bewusstsein gehoben und von Worten entdeckt) schon befindet, wo wir ihn nicht vermutet haben. Keine Ahnung... da werde ich einfach immer weiter dran rumdenken und hinterherfühlen. Danke liebe Dorothee <3

    Artikel: Ich habe einen Crush auf… eine Frau!

  • Dorothee Markert sagt:

    Liebe Anne, normalerweise lese ich Texte zum Nachdenken lieber selbst, anstatt sie mir vorlesen zu lassen. Doch letzte Woche saß ich im Zug, hatte noch etwa 6 Std. Fahrt vor mir, und es war schrecklich voll, laut und unruhig. Da hab ich es sehr genossen, deine Stimme direkt in meine Ohren zu kriegen und konnte mich viel besser auf deine Gedanken einlassen als beim Lesen deiner Texte. Das war die erste beglückende Erfahrung. Und dann der Inhalt: Es begeistert mich, neue Unterscheidungen zu lernen. Das Wort "verknallen" mag ich zwar nicht, aber "einen crush haben auf" kannte ich nicht, das übernehme ich jetzt erstmal. Was euch Heteras sicher nicht so schwer fällt, war für mich bis jetzt die Unterscheidung in "mich in eine Frau verlieben" (und eine romantische Beziehung wollen) und das, was du mit dem crush beschreibst: Die Freude beim Zuschauen, wie eine andere Frau etwas tut, was sie liebt. Und das ist zudem ein ganz neuer Zugang zum Wahrnehmen und Wertschätzen des Begehrens. Einfach genial! Die restliche Fahrt über dachte ich über all meine bisherigen "Verliebtheiten" und Beziehungen nach und sah, wo mir diese Unterscheidung gefehlt hat, so dass ich meinte, eine Liebesbeziehung eingehen zu müssen, obwohl ich "nur" einen crush hatte, mich freute, der anderen zuzuschauen, während sie etwas tat, was sie liebte. Ja, und das konnte dann auch dazu führen, dass die Beziehung schief ging und ich die andere Frau oder/und mich unglücklich machte. Übrigens noch was: Das schöne Bild von Vermeer ist auf dem Cover von Luisa Muraros Buch "Vom Glück, eine Frau zu sein"!

    Artikel: Ich habe einen Crush auf… eine Frau!

  • Jutta Pivecka sagt:

    Liebe Anne, auch ich lerne das. Immer wieder. Es ist wirklich nicht einfach, zumal eine auch aufpassen muss, die eigenen Energien genau da einzusetzen, wo das eigene Begehren eine hinführt, statt unnütze und energiefressende Kämpfe zu führen oder Bündnisse aufrecht zu erhalten. Ich würde gerne noch mal weiterdenken über den Unterschied zwischen dieser Arbeit der Aufmerksamkeit und dem „modischen“ Schlagwort von der „Achtsamkeit“. Ich denke, der Unterschied liegt in der Bezogenheit auf die Welt, die anderen, statt auf sich selbst. Das ist auch wichtig mitzudenken. Und weiter…

    Artikel: Gespräch unter Frauen: Wie wir über die Differenz hinweg und durch sie hindurch die Freiheit am Horizont halten können

  • Anne Newball Duke sagt:

    Liebe Anne, der Name Anneke begegnet mir wirklich selten, und hier gleich als Vor- und als Nachname. Erst am Ende verstand ich meine Namensverwirrung :) Dankeschön für diese Buchvorstellung, klingt gut!! Liebe Grüße, Anne (und schon gibt es 4xAnne... hehehe...)

    Artikel: Sich wandernd die Welt aneignen

  • Anne Lehnert sagt:

    Vielen Dank für das Gespräch und die Gedanken zu Antjes Buch. Was ich inspirierend finde: wie wir individuell und gemeinsam unsere Freiheit verteidigen können oder auch müssen. Iris Murdoch und die "Arbeit der Aufmerksamkeit" kannte ich noch nicht und hab sie irgendwie im Buch auch überlesen. Den Gedanken, dass es eine persönliche Notwendigkeit gibt, sich für bestimmte Dinge einzusetzen, finde ich auch ganz zentral. Das lerne ich gerade: Dass dem eigenen Begehren zu folgen auch beinhaltet, etwas einzusetzen, sich anzustrengen. Dass das sich zwar stimmig und richtig anfühlt, aber nicht unbedingt einfach ist.

    Artikel: Gespräch unter Frauen: Wie wir über die Differenz hinweg und durch sie hindurch die Freiheit am Horizont halten können

  • Anne Newball Duke sagt:

    Liebe Kathleen, oh ja, das hoffe ich auch, dass sich ein paar inspiriert fühlen und aktiviert werden! Du vielleicht? ;)

    Artikel: Ich habe einen Crush auf… eine Frau!

  • Anne Newball Duke sagt:

    Uhhh yesss, mein absoluter Traum! ;) :) :) made my Day, thank you Vivi <3

    Artikel: Ich habe einen Crush auf… eine Frau!

  • Vivi sagt:

    Hach, wie passend, dass der Text von DIR ist! Seit ich zwei Folgen von “Aus der Zeit gefallen” gesehen habe, habe ich einen Crush auf Dich <3 Freue mich auch auf die Serie!

    Artikel: Ich habe einen Crush auf… eine Frau!

  • Kathleen sagt:

    Hach Anne, genau das! Noch mehr als das Was, ist es das Wie, das mir ein Grinsen ins Gesicht zaubert, wenn ich eine Frau für ihr Tun bewundere. Freue mich sehr auf die Serie.

    Artikel: Ich habe einen Crush auf… eine Frau!

  • Anne Newball Duke sagt:

    Toll, danke für den Einblick, liebe Jutta!

    Artikel: CLOSE ENOUGH – Neue Perspektiven von 13 Fotografinnen der Agentur Magnum 

  • Anne Lehnert sagt:

    Marlies Krämer ist Anfang Februar gestorben. Der Film lässt sich hier streamen: https://www.conflow.org/diekundin

    Artikel: Die Kundin: Dokumentarfilm über das Leben und Wirken von Marlies Krämer

  • ClaudiaBerlin sagt:

    Vorab: Ruft man diese Seite auf, erscheint ein Warnhinweis und man muss zunächst das "Risiko" per Klick akzeptieren, um weiter zu kommen. Vermutlich ist das Zertifikat abgelaufen! Zum Thema: "Jogginghose im Supermarkt" würde ich jetzt nicht als Verfall der Privatsphäre labeln. Es ist eher Ergebnis der 68-er-Kulturrevolution, dass Kleiderordnungen hinterfragt und nicht mehr überall und immer akzeptiert wurden. Die FREIHEIT, selbst zu bestimmen, wie man sich kleidet, ist ja durchaus eine Errungenschaft - finde eher schlimm, dass im allgemeinen Rollback so vieles wieder verschwunden ist, z.B. lange Haare bei Männern und "Casual" Klamotten statt Anzug und Krawatte. An manchen Stellen vermisst man aber die einstigen "Sekundärtugenden" schon!

    Artikel: Das Private ist jetzt öffentlich, total! Und nun? 

  • Jutta Pivecka sagt:

    Ich glaube, es stimmt, dass diese Beobachtungen mit der Care-Krise zusammenhängen. Aber auch diese ist ja mit der Dichotomie von öffentlich/privat verbunden. Genauso wie der „Prozess der Zivilisation“, den Norbert Elias beschreibt, und in anderen Worten Freud als „Zwang zum Selbstzwang“ in der bürgerlichen Gesellschaft. Es wurde eben kaum mitgedacht, wie eng jene Prozesse mit dem Geschlechterverhältnis und einer bestimmten Rollenverteilung verknüpft sind. Was nun, frage ich mich (und uns)? Wir können keine Restauration wollen (und sie ist ja auch ökonomisch gar nicht möglich), aber dennoch beobachten, wie der Verlust des Bewusstseins für die Unterscheidung zwischen öffentlich und privat Begegnungen im öffentlichen Raum anstrengender und unangenehmer macht.

    Artikel: Das Private ist jetzt öffentlich, total! Und nun? 

  • An sagt:

    Ich meine, das Private ist weiterhin politisch und es bleibt weiterhin aktuell, elitäre Räume, die nicht zur Teilhabe für alle gleichermaßen offenstehen zu problematisieren und berechtigte Geheimhaltungsinteressen von Ausschlusseffekten abzugrenzen. Deine Beobachtungen würde ich eher im Rahmen der Carekrise verorten und als Verwahrlosungserscheinungen bezeichnen, die sich unabhängig vom öffentlichen oder privaten Raum ereignen. Verwahrlosung beinhaltet hier auch Nichtwissen und Vereinsamung/Vereinzelung beim sozialen Verhalten privat und öffentlich, beim "Haushalten" und auch betreffend das Abstumpfen gegenüber Verrohungen und Gewalt. Trotz Wohlstand in einer Bedarfsweckungsgesellschaft sind wir insoweit auf neue Art verarmt. Und das ist kein Probelm von jung, alt, Boomer oder Jugend. Und es heißt auch nicht, dass ich früher alles besser fand. :-)

    Artikel: Das Private ist jetzt öffentlich, total! Und nun? 

  • Juliane Brumberg sagt:

    Dein kleiner historischer Rückblick gefällt mir, liebe Jutta, und auch die Anregung zum weiterdenken, mit der Dein Blitzlicht endet!

    Artikel: Das Private ist jetzt öffentlich, total! Und nun? 

  • Gesa Ebert sagt:

    Liebe Dorothee, erst jetzt habe ich diesen Text gelesen, ich finde Deine Erfahrungen hochinteressant. Es bestätigt mich in meiner "Befürchtung", dass ich das Problem "Rücksichtslose auf dem Fahrrad" z. B. bei B90/Die Grünen gar nicht erst thematisieren sollte. Ich habe neulich erst erleben müssen, wie die beim Thema Rente für ältere Mütter über mich hergefallen sind. Es streßt mich. - Wahrscheinlich werde ich die Partei verlassen. Ich bin in den letzten Jahren mehrere Male von sehr schnell Radfahrenden gestreift worden. Es ist jedesmal ein Schock! Der letzte ist noch nicht lange her, in der Innenstadt, beruhigte Zone, Fahrräder nicht erlaubt: eine junge Frau auf einem E-Bike! Die anderen Male auch dort und auf Gehsteigen bzw. kombiniertem Fuß-/Radweg, bergab, große Geschwindigkeit. Danke, dass Du diese Glorifizierung des Radverkehrs angesprochen hast - und überhaupt das Thema Ideologien.

    Artikel: Ideologie erkennen

  • Juliane Brumberg sagt:

    Da hat Antje mit ihrem Streiflicht ja eine feine Diskussion in Gang gesetzt, an der ich mich nun auch beteilige. Früher habe ich gern und viele Romane gelesen, aber in letzter Zeit langweilen mich die vielen preisgekrönten Romane zunehmend, egal, ob von den etablierten Herrschaften des Literaturbetriebs oder schreibtalentierten Newcomerinnen. Vor Jahren sagte mir eine ältere Freundin (deren damaliges Alter ich inzwischen erreicht habe), sie läse keine Romane mehr, sondern nur noch Biografien. Das konnte ich damals nicht verstehen, inzwischen geht es mir ähnlich. Das "echte" Leben ist so eindrucksvoll und vielseitig, was brauche ich da diese ganzen ausgedachten Geschichten? Antjes neues Buch über die drei amerikanischen Anarchistinnen zum Beispiel ziehe ich den Phantasieschicksalen in einem Roman unbedingt vor. - Aber Ausnahmen gibt es natürlich auch: Meine Buchtipps wären "Lichtungen" von Iris Wolf (es spielt in Rumänien, ein Land, von dem ich vor meiner ersten Reise dorthin gar nicht wusste, dass es so schön ist) und "Vom Aufstehen" von Helga Schubert, das aber eher in Richtung Biografie geht.

    Artikel: Qual der Wahl

  • Juliane Brumberg sagt:

    Jetzt endlich habe ich Antjes Buch gelesen - und nebenbei ganz viel gelernt über spannende Details der US-amerikanischen Geschichte. Annes weiterdenkender Rezension ist nicht viel hinzuzufügen. Es ist einfach ein gelungenes Sachbuch, das sich sehr vergnüglich liest.

    Artikel: Aus der konkreten Erfahrung in die politische Stärke: Antje Schrupps neues Buch „Unter allen Umständen frei“

  • Jutta Pivecka sagt:

    Liebe Brigitte, das wäre doch mal eine Idee. Eine Art Buchclub auf bzw. Eine schlägt ein Buch vor und schreibt einen kurzen Teaser und dann tauschen wir uns ein oder zwei Monate lang über dieses Buch in den Kommentaren aus. Ich fände das toll. Ob sich wohl genug Leserinnen finden würden, damit das funktioniert?

    Artikel: Qual der Wahl

  • Anne Lehnert sagt:

    @Antje: Die beiden hab ich noch nicht wieder gelesen, damals mochte ich sie. Ob Anne Tyler deinen Geschmack trifft und was ein guter Start für dich ist, weiß ich nicht. Es ging mir mehr drum, dass ich gerade alte Bücher nochmal lese statt neue zu suchen.

    Artikel: Qual der Wahl

  • Jutta Pivecka sagt:

    Liebe Antje, mir geht es eher umgekehrt: Es gibt immer so viele Empfehlungen, dass ohnehin klar ist, dass ich nicht alles lesen kann, was mir von verschiedenen Seiten (Buchclubs, Freundinnen, Zeitungs- und Zeitschriftenrezensionen empfohlen wird.). Ich versuche eine Mischung herzustellen aus Texten, die älter sind und Neuerscheinungen. Dabei machen die Neuerscheinungen höchstens ein Viertel meiner Lektüren aus. Um Dir noch mehr Auswahl und Qual zu bereiten, hier mal ein paar ausgewählte Empfehlungen von mir (ich lasse alle weg, die ich gut finde, von denen ich aber glaube, dass sie für dich nicht so interessant sind): Emily Ruskovich: Idaho (2018) Großartiger Roman, den ich vor 6 Jahren gelesen habe, über den ich aber immer noch häufig nachdenke. Gu Byeong-Mo: Frau mit Messer (2025) Bestseller aus Südkorea - krass und cool! R.F. Kuang: Babel (2022) Ein Genre, von dem ich vorher noch nie gehört hatte: Dark Academy Wälzer - ich liebe lange Familienromane - z.B. Vikram Seth: A suitable boy (die Geschichte 3 Familien aus unterschiedlichen sozialen Schichten und Ethnien im Indien der Nach-Kolonialzeit) John Galsworthy: The Forsyte Saga (kennst Du vielleicht aus verschiedenen Verfilmungen, aber ich finden die Romane besser als alle Verfilmungen, die ich gesehen habe) Elisabeth Goudges: Green Dolphin Country Fantasy (lese ich sonst weniger, aber das war einfach genial und beschäftigt mich auch immer noch) Lee Young-Do: Die Legende vom Tränenvogel Bd. 1-4

    Artikel: Qual der Wahl

  • Antje Schrupp sagt:

    @Anne - gleich mal Anne Tyler googeln ... / PS: Claude empfiehlt mir mit "Dinner at a Homesick Restaurant" anzufangen, alternativ "A spool of blue thread" - würdest du zustimmen?

    Artikel: Qual der Wahl

  • Antje Schrupp sagt:

    @Ina - danke für den Hinweis auf Joseph Roth!

    Artikel: Qual der Wahl

  • Antje Schrupp sagt:

    @Adelheid - ja klar, "künstliche Intelligenz" sollte man das wirklich nicht nennen, weil es nicht intelligent ist. Eigentlich sind es "automatisierte Sprachmodelle", aber das klingt halt nicht so anschaulich :)

    Artikel: Qual der Wahl

  • Anne Lehnert sagt:

    Als nicht mehr aktive Buchhändlerin finde ich es schwieriger, meine Bücher auszuwählen, seit sie mich nicht mehr täglich umgeben. Was mich leitet, ist ähnlich geblieben: Ich hab die Bücher am liebsten in der Hand. Wenn ich dazu in eine Buchhandlung gehe, hat die schon eine Vorauswahl getroffen. Idealerweise passt die zu meinen Vorlieben. Bibliothek geht auch, nur gibt es da eine kleinere und eher nicht so zu mir passende Auswahl. Dann: mal gucken, was es von Lieblingsautor*innen und -verlagen Neues gibt. Cover und Klappentext angucken, reinlesen. Außerdem Bücher angucken, die mir empfohlen wurden oder über die ich Rezensionen gelesen habe. Und einfach stöbern. (Digital geht es ähnlich, da fällt nur leider die Vorauswahl weg.) Gerade lese ich alle meine alten Romane von Anne Tyler nochmal und finde diese kleinen Mittelstands-Ehe- und Familiendramen tröstlich.

    Artikel: Qual der Wahl

  • Kathleen sagt:

    Liebe Antje, das ist ja mal ein interessanter Ansatz. Bin gespannt, ob die KI Recht behält. Ich nehme ja z.B. gern deine Empfehlungen auf - Stichwort "Antje las ein Buch" :-) Gerade liegt z.B. besagter Roman von Ian McEwan auf meinem Nachttisch und gefällt mir bislang sehr gut. Also danke schon mal dafür. Ansonsten gucke ich gern in die Empfehlungen in der ZEIT, filtere nach potenziell interessanten Inhalten bzw. Geschichten. In der Bibliothek / im Buchladen lese ich dann eine beliebige Seite Probe. Da geht's mir wie dir: Wenn mir der Stil nicht gefällt, bleibt es liegen. Und weil eh nicht alles gleichzeitig vor Ort verfügbar ist, dezimiert sich die Liste dann auch wieder. Und dann das Gegenteil von so einer strukturierten Suche: Manchmal gibt es ein Zufallsfundstück aus einem Bücherschrank, da hatte ich auch schon Glück mit mir gänzlich unbekannten AutorInnen und Romanen.

    Artikel: Qual der Wahl

  • Ina Praetorius sagt:

    Mit KI-Empfehlungen habe ich mittelmässige Erfahrungen gemacht. Einmal habe ich nach zeitgenössischen chinesischen Romanen gefragt. Da wurde mir einer aus Hongkong in höchsten Tönen gelobt, den ich dann nicht mal zur Hälfte gelesen habe, weil er so eklig und gleichzeitig langweilig war. Aber es gab auch schon gute Empfehlungen. Zum Glück gibt's auch noch die Klassiker*innen. Letztes Jahr habe ich endlich Tolstoi "Krieg und Frieden" gelesen, das entbindet eine Weile von der Romansuche, einfach weil es so ein megadickes Buch ist. Und dann Joseph Roth, Radetzkymarsch und Hiob. Genial.

    Artikel: Qual der Wahl

  • Ina Praetorius sagt:

    Ich hab' das Buch im November gelesen und fand es auch ein bisschen interessant, allerdings geschrieben wie ein zu lang geratener Schulaufsatz. Das Buch steht jetzt bei mir rum und könnte die Besitzer*in wechseln, kostenfrei. Wer will es haben? (Versand wegen hoher grenzüberschreitender Portokosten vorzugsweise in der Schweiz).

    Artikel: Zeitgemälde des Bauens in Ost und West

  • Brigitte Leyh sagt:

    Liebe Antje, mir geht es ähnlich wie Dir, es gibt einfach so viele interessante Bücher. Ich habe aber entdeckt, dass mir das Lesen am besten gefällt, wenn ich mich darüber mit jemandem austauschen kann. Dadurch entsteht ein interessanter Austausch, in den auch die unterschiedlichsten Lebenserfahrungen einfließen.

    Artikel: Qual der Wahl

  • Adelheid Ohlig sagt:

    Jetzt bin ich gespannt, ob die sogenannte KI wirklich den persönlichen Geschmack getroffen hat. Neulich nannte eine Teilnehmerin an einem online Philosophieseminar KI: künstliche Interaktion. Dieser Begriff passt meines Erachtens besser als künstliche Intelligenz. Frohes Lesen wünsche ich und ein friedensreiches 2026!

    Artikel: Qual der Wahl

  • Bari sagt:

    Frohe Weihnachten Gestern in der Heiligabend Predigt sprach die Pastorin von dem Wunder, das jede Geburt ist. Besonders erinnere ich den Satz: „Gott kommt mit der Macht eines schreienden Babys“. Wie ich finde, eine sehr beeindruckende Macht.

    Artikel: Die vergessenen Frauen

  • Gabriele Schärer sagt:

    Liebe Dorothee danke für deinen liebevollen und sorgfältigen Text. Er eignet sich hervorragend, um andere, die vielleicht Antje noch nicht kennen, mit ihr bekannt zu machen. Herzlich Gabriele

    Artikel: Luise-Büchner-Preis für Antje Schrupp

  • Bari sagt:

    Liebe Anne Vielen Dank für die schöne informative „weihnachtliche“ Besinnung. Eine Anmerkung zu Maria so passiv ist sie nicht. Bemerkenswerterweise erzählt Lukas, das sie gefragt wurde, ob sie denn Mutter werden möchte. Was ja selbst heute nicht selbstverständlich ist. Insofern sind die beiden Marias Schutzpatroninnen aller Frauen die Gewalt erfahren. Maria aus Magdala ist benannt nach einem Ort , der im Krieg gegen die Römer völlig zerstört und die Menschen schlimmster Gewalt und Grausamen Tod ausgesetzt waren. In dieser grausamen Zeit der Not ihres Volkes sagt Maria ja zum Leben ja zum göttlichen Plan der heilenden Liebe. Allen eine fröhliche und friedliche gesegnete Weihnachten Bari

    Artikel: The Two Queens and the King

  • Anne Newball Duke sagt:

    Liebe Margarete, das freut mich sehr! Danke für das Lied, ich werde es mir anhören! Und "Flecken deiner Seele"... sehr schöne Benennung, das nehme ich mit. :) Ich finde ja, wie sollten unserer Seele so viel mehr Aufmerksamkeit schenken, gerade jetzt zur Weihnachtszeit, aber natürlich auch darüber hinaus. Damit die Flecken größer werden ;), das täte uns und damit auch der Welt gut.

    Artikel: Und es ward Dunkelheit: Über meine Liebe zur dunklen Jahreszeit

  • Brigitte Leyh sagt:

    Richtig schön zu Weihnachten, vielen Dank

    Artikel: Die vergessenen Frauen

  • Barbara sagt:

    Auch ich möchte mich den Glückwünschen an Sie, liebe Antje Schrupp, anschließen! Sie sind mit Ihren Texten, Kommentaren, Ihrer klaren Haltung für mich ein Meilenstein geworden. Um so herrlicher ist es, dass Sie diesen Preis überreicht bekommen haben. Eine gesegnete Weihnacht und viel viel Kraft im neuen Jahr mit neuen Ideen und Kontakten wünscht Ihnen, Barbara

    Artikel: Luise-Büchner-Preis für Antje Schrupp

  • Katja Dobrocsi sagt:

    Danke für den Artikel. Für diejenigen, die sich auch fragen was wahr ist und warum etwas so oder so geschrieben wurde - ich finde das hier gut: Annette Jantzen, ... Die Weihnachtsbotschaft – entstaubt, durchgelüftet, neuentdeckt - als Buch: https://www.herder.de/religion-spiritualitaet/shop/p3/86105-das-kind-in-der-krippe-gebundene-ausgabe/ - und online ins Wort gebracht hier: https://www.youtube.com/watch?v=yN2xZnNg758 (ihr Vortrag letztes Jahr zum Buch in der Kath. Akademie Freiburg); hier braucht es am Anfang ein bißchen Geduld, weil sowohl der Redakteur von Christ in der Gegenwart (Zeitschrift, in der sie ihre Gedanken zuerst entfaltet hat) als auch die Lektorin vom HERDER-Verlag anwesend waren - wer sucht findet auch podcasts von ihr. Ich habe Annette Jantzen schon oft gehört und könnte ihr stundenlang zuhören. Sie hat als Frauenreferentin (Aachen) in der Coronazeit angefangen einen feministischen Blog zu schreiben zu den Bibeltexten der Sonntagsgottesdienste - https://gotteswort-weiblich.annette-jantzen.de/ - und daraus ist immer mehr Interessantes entstanden. Ihr neuestes Buch wird "Die ignorierten Frauen der Bibel - Was im Gottesdienst nicht gelesen wird" heißen. Mittlerweile arbeitet sie beim Hildegardisverein.

    Artikel: Die vergessenen Frauen

  • Gabriele Schärer sagt:

    Liebe Maria mein Hund liebte Begrüssungszeremonien, wenn wir durch einen Bahnhof gingen, nahm er mit grosser Freude auch an den Begrüssungen Fremder teil. Wenn ich mich zu Hause von ihm verabschiedete, stand er nicht mal auf. Da ich schon vorher Abschiede nicht mochte, lernte ich schnell von meinem klugen Hund, diesem unangenehmen Ritual noch mehr aus dem Weg zu gehen. Davon ausgenommen sind endgültige Abschiede, das kann sehr wichtig und gut für uns sein. Doch auch hier denke ich, dass es besser ist keiner Regel zu folgen, sondern dem Herzen. Gabriele Schärer

    Artikel: Sportliche Übung zum Jahresende oder: Gibt es ein gutes Ende?

  • Andrea Kreisel sagt:

    Ein Text, der in die Nase steigt! Danke für's Dranbleiben, Ausprobieren, für die Zuversicht! Vielleicht starte ich auch mal. Das Quittengelee hab ich immerhin schon zubereitet :)

    Artikel: Brotbacken: Trauer und Trost

  • Karin Hügel sagt:

    Gut Ding braucht Weile. Hier auch noch das Buch: Studien zu queeren Lesarten der Hebräischen Bibel, Biblical Interpretation Series 235, Brill 2025. https://brill.com/display/title/72360 Open Access

    Artikel: Queere Auslegungen von Gesetzestexten der Hebräischen Bibel und der Halacha

  • Margarete Monheim sagt:

    Danke fürs Teilen. Leider ist das Brotbacken mit der Auflösung der Familie aus meinem Leben wieder verschwunden (an Sauerteig habe ich mich aber nie gemacht. Immer nur mit Hefe). Aber der Text macht mir Lust, mich mal wieder dran zu machen. Vielleicht zum 4. Advent?

    Artikel: Brotbacken: Trauer und Trost

  • Adelheid Ohlig sagt:

    so wohltuend, der Geruch nach frischem Brot, selbst gebacken, entströmt den Worten, hüllt wohlig ein, lädt in die Küche; ich danke herzlich.

    Artikel: Brotbacken: Trauer und Trost

  • Margarete Monheim sagt:

    Nun hat es zwei Jahre gedauert, bis ich diesen wunderbaren Text von dir hier gefunden habe liebe Anne. Sehr inspirierend! Ich liebe die Dunkelheit schon lange und für mich gehört sie unbedingt zusammen mit Stille als ihrer Schwester. Beides ist inzwischen Mangelware und schwer zu finden. Der Text hat viel in mir angestoßen, aber ich will hier nur dreierlei teilen fürs erste: - Bei einer Visionssuche vor 15 Jahren vier Tage und Nächte alleine draußen im Wald war für mich ungeheuer beeindruckend zu erleben, WIE VIEL ZEIT die Natur sich nimmt in unseren Breiten es dunkel werden zu lassen. Oft mehr als eine Stunde, bis die Dämmerung durch ist und Dunkelheit da ist (oder morgens eben Licht). Und wir machen einfach "zack" den Schalter an bzw. aus. Das mach sooo einen Unterschied! - Es gibt in der Buddhistischen Welt die Tradition des "Dunkelretreat", in dem Mensch über einen längeren Zeitraum in volle Dunkelheit geht. Ich habe es nur für drei Tage und Nächte erlebt, aber es war sehr transformierend. Andere machen es 10 Tage und länger. Da findest du Flecken deiner Seele von denen du zuvor nichts geahnt hast. . . . - Das bringt mich zu meinem dritten. Es gibt ein Lied von Jael Deckelbaum und Jessi Gomez, das ich zur Zeit oft höre und in dem es um den "Missing Link" geht, den verlorenen Teil der Seele, der in Regen und in der Erde zu finden ist. Ich vermute es wird dir gefallen. . . https://www.youtube.com/watch?v=cqrI4GPx3l0&list=RDcqrI4GPx3l0&index=2 Vielen Dank für deine inspirierenden Gedanken sagt Marani

    Artikel: Und es ward Dunkelheit: Über meine Liebe zur dunklen Jahreszeit

  • Peter Brunner sagt:

    Ein ausführlicher Bericht von der Preisverleihung mit Antjes Dankrede im Wortlaut findet sich im Podcast BuechnersWelt, online in Kürze auf allen podcastkanälen - Spotify, apple Podcast usw. Infos und Bilder unter www.geschwisterbuechner.de

    Artikel: Luise-Büchner-Preis für Antje Schrupp

  • Anke sagt:

    Herzliche Glückwünsche an Antje Schrupp, für mich eine der wichtigsten Feministinnen, mit der ich das Glück haben, in Zeitgenoss:innenschaft zu leben. Und immer wieder werde auch ich beschenkt mit ihren Texten. Diese sind für mich oft entscheidender Anstoß zum weitermachen in meinem eigenen Frauenleben mit Denken, Schreiben und Wirken :-)

    Artikel: Luise-Büchner-Preis für Antje Schrupp

  • Irmgard Ehlers sagt:

    Herzlichen Glückwunsch Antje Schrupp! Und danke für diese differenzierte und humorvolle Laudatio. Antje Schrupp bringt mich mit ihren Texten immer wieder zum anders bzw. neu Denken - das bewundere ich ganz besonders :)

    Artikel: Luise-Büchner-Preis für Antje Schrupp

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