Forum für Philosophie und Politik
Safeta Obhodjas kritisiert, dass bei der Integrationsdebatte vieles schief läuft. Vor allem eine Gruppe bekommt viel zu wenig Unterstützung, auch von deutschen Feministinnen: Die rebellischen Frauen, die sich gegen patriarchale Strukturen in Zuwanderermilieus zur Wehr setzen und sich daraus befreien.
Nach „Who Cares?!“ verwendet die feministische Künstlerinnengruppe Swoosh Lieu bei ihrer neuen Produktion „Who Moves?“ erneut ein englisches Wort, um sich der Vorstellung einer Wirklichkeit anzunähern. Vorige Woche waren sie bei einer Podiumsdiskussion über „Feministische Perspektiven auf Migration“ im Frankfurter Mousonturm.
Wie kann es gelingen, Abhängigkeit zu bejahen und zugleich Freiheit zu leben? Davon handelt dieser Vortrag, den Ursula Knecht-Kaiser im Januar gehalten hat.
Kann es sein, dass Frauen freiwillig einen Hijab tragen? Kann es sein, dass Frauen freiwillig in der Prostitution arbeiten? Wie lässt sich Freiheit in unterdrückenden Systemen denken?
“Ich habe meine Katze fortgegeben. Zwölf Jahre hat sie bei uns gelebt.” Eine berührende Trennungsgeschichte.
Das Thema Identität kommt oft auf, wenn Kultur, Geschlecht oder Religion in Frage zu stehen scheinen oder in Frage gestellt werden – oder wenn entsprechende Ängste ins Spiel gebracht werden. Cornelia Roth denkt über den Begriff nach und schlägt als Alternative vor, von Selbstverständnis zu sprechen.
Katrin Wagner empfiehlt wärmstens die Serie „Call the Midwife“ („Ruf die Hebamme“, in Deutschland seltsamer Weise mit „Ruf des Lebens“ übersetzt). Hier schreibt sie, was die Serie alles gut macht.
„Jedes Alter ist schön“ – sagte ich früher sehr oft. Heute habe ich meine Schwierigkeiten damit.
Annett Gröschner erkundete die Welt, indem sie in verschiedenen Städten mit der Linie 4 fuhr. Eine Buchempfehlung von Claudia Kilian.
Zahlen werden nicht krank. Nur lebende Wesen (Menschen, Tiere, Pflanzen) werden krank. Trotzdem gibt es in der Ökonomie den Begriff der „Kostenkrankheit“ (Cost-Disease). Eine Glosse von Ina Praetorius.
Dass sie im Jahr 1973 vergewaltigt wurde, möchte B. nicht länger „mit dem Mäntelchen des (relativen) Stillschweigens bedecken“. Deshalb hat sie aufgeschrieben, was damals geschehen ist und wie es ihr Leben prägte
Dass nur wenige Männer sich für die konkrete Erledigung von Care-Arbeit zuständig fühlen, ist ein gesellschaftliches Problem. Vielleicht ließe sich für eine Veränderung auch an alte „Männerselbstverständnisse“ anknüpfen, meint Cornelia Roth.
Die Digitalisierung verändert unsere Welt grundlegend. Deshalb muss sich die Zivilgesellschaft mehr für Netzpolitik interessieren und die Veränderungen mitgestalten, statt sich einfach rauszuhalten, meint Claudia Kilian.
Wie entsteht das Gefühl, dazu zu gehören? Zugehörigkeit ist mehr als “Integration”. Wir müssen sie üben und aktiv gestalten, schreibt Cornelia Roth.
Es ist oft schwieriger, gut zu antworten, als aktiv eine Position zu vertreten, meint Ina Praetorius und schlägt dafür einen Begriff vor: Antwortlichkeit.
„Who Cares – Eine vielstimmige Personalversammlung der Sorgetragenden” war der Titel einer Performance des feministischen Theaterkollektivs Swosh Lieu im Mousonturm. Elfriede Harth hat sie sich angesehen.
Ein Text der Redaktion von Via Dogana vom März 1996 darüber, wie – auch im Feminismus – zwar der US-amerikanische Einfluss in Europa groß ist, aber kein gegenseitiger Austausch geschieht.
Claudia Kilian empfiehlt den Film “Schoßgebete”, die Kinofassung des gleichnamigen Romans von Charlotte Roche.
Prostitution verbieten oder Sexarbeit anerkennen? Dieser Konflikt hängt auch damit zusammen, ob Sexualität als Gabe oder als Tausch betrachtet wird, schreibt Andrea Trenkwalder-Egger.
In aktuellen “Care”-Debatten wird oft dasselbe diskutiert, wie schon in der feministischen Öknomiekritik früherer Jahrzehnte, bemängelt Katrin Wagner. Dabei hat der Begriff durchaus das Potenzial, Neues auszusagen.